Küchenpost-Nachlese

Ein PAMK-Paket zusammenzustellen ist nicht so einfach, wie manch einer vielleicht denken mag. Erst sitzt man tagelang regungslos auf dem Sofa und wartet auf den feuchten Kuss der Küchen-Muse. Danach schleicht man durch Reihen geplünderter Supermarktregale; immer auf der Hut, sich nicht von all den Vorweihnachts-Wahnsinnigen um einen herum anstecken zu lassen. Man tüftelt an Verpackungsplänen, wühlt in den Karton-Vorräten auf dem dusteren Dachboden herum und tritt dabei in ein frisches Marder-Häufchen. Man schneidet, rührt und backt, und als endlich alle Paketinhalte fix und fertig vor einem liegen, begeht man den größten aller Patzer: man möchte probieren. Nur mal gucken, ob alles gelungen ist. Immerhin stand man stundenlang in der Küche. Da wird ein lächerlicher Keks doch wohl drin sein. Oder nicht. Oder doch.
Das traurige Ende des Liedes ist, dass man sich einige Zeit später die Krümel von den Klamotten schüttelt, mit hängendem Kopf in die Küche zurückschlurft und erneut den Ofen anwirft. Nun ja. Gibt Schlimmeres.

Welche Kekse schlussendlich in Annis Paket landeten, wisst ihr ja bereits, aber das Vorgängermodell wollte ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Gebacken habe ich sie mit meiner lustigen neuen Snowman Form aus der „Easy Choc“ Reihe von Silikomart*, die ich im Vorwege zugeschickt bekam. Einerseits blamabel, dass es die Kekse nicht bis ins Paket schafften; andererseits spricht der kleine Futter-Aussetzer durchaus für das Rezeptbuch zum Ausstecher, dem ich das Grund-Gerüst für meine Kekse entnahm. Die Krümelreste auf meinem Pullover sprachen jedenfalls eine deutliche Sprache.

  • Schoko-Pfefferminz Kekse:
  • 450g Mehl
  • 300g Butter, zimmerwarm
  • 200g Puderzucker
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 4g Backpulver
  • 1 Tl Pfefferminz-Extrakt
  • 50g schwach entölter Kakao
  • Dekoration:
  • 250g Zartbitterschokolade
  • Goldene Puderfarbe (z.B. Radiant Gold, Sugarflair)

Butter, Zucker und Pfefferminz-Extrakt mit dem Handmixer cremig schlagen. In einer weiteren Schüssel das Ei und Eigelb schaumig rühren. Zur Buttermischung geben und unterrühren. Mehl, Kakao und Backpulver zu den feuchten Zutaten geben und zu einem Teig kneten. Diesen dann auf ein Stück Frischhaltefolie legen und leicht plattdrücken; danach mit einem weiteren Stück Frischhaltefolie abdecken. Anschließend mit einem Rollholz auf 3mm Dicke ausrollen. Die Teigplatte entweder eine Stunde im Tiefkühler, oder 4 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Backofen auf 170° Ober/Unterhitze vorheizen. Die obere Folie der gut gekühlten Teigplatte abziehen. Den Keksausstecher leicht mit Mehl bestäuben und in den Teig drücken (Tipp: will sich der ausgestochene Keks nicht vom Ausstecher lösen, hilft es, eine Ecke des Teigs mit einem Zahnstocher vorsichtig herauszuheben. Anschließend lässt sich der Keks an der Ecke aus der Form ziehen). Die ausgestochenen Kekse auf mittlerer Schiene 10-12 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Mit einem Löffel in die Silikonform füllen. Die Form einige Male auf den Tisch klopfen, damit Luftblasen nach oben steigen können. Die Schokolade rund 30 Minuten im Kühlschrank aushärten lassen. Danach die Plättchen vorsichtig aus der Form lösen und mit ein wenig flüssiger Schokolade auf die Kekse kleben. Zum Schluss mit goldener Puderfarbe bepinseln.

(Angelehnt an ein “Cookie Choc” Rezept von Silikomart)

*Silikomart stellte mir die Keksform kostenlos zur Verfügung. Dieser Aspekt hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Comments

  1. Das ist ja total niedlich !

  2. Bettina says:

    Sowas niedliches…
    Ich hab gleich mal im Silikomart-Katalog geblättert und diese tolle Form auf meine Wunschliste gesetzt!

  3. hach die Kekse sind soooo toll.
    Schwirren momentan ja auf mehreren Blogs rum.
    Kann mich trotzdem nicht dran satt sehen.

    lg
    tonia

  4. JA Persis…. auch meine Kindheitserinnerung!
    Wie hast du sie immer gegessen?
    Ich ich habe die Kekszacken erstmal bis zur Schoko abgeknabbert,dann die Schoko versucht vom Keks zu trennen und dann den übrigen Rest doch zusammen in den Mund geschoben. Herrlich!

    Mit Minze finde ich irre,,,,,!
    Liebe Grüße
    Melli

  5. Was sind DIE süüüüüüß!
    Die sehen ja aus wie gekauft! Super tolle Idee…. danke für’s Zeigen.

    Meine “Haben-Will-Liste” und die “To-do-Liste” wachsen und wachsen und wachsen…..
    DAS nimmt kein gutes Ende!!!

  6. guten abend!
    die sind einfach zauberhaft!!!! persis du verzauberst mich immer wieder :)
    feinen abend!
    vlg mia he

  7. Wie wunderschön deine Kekse geworden sind! Tolle Sache mit der Silikonform, das gefällt mir total! Und du bist nicht die Einzige, die sich für die Gelüste nach den Backwaren schämen muss.. Ich stelle meinem Bruder dieses Jahr einen Fresskorb mit selbst gemachten Süßigkeiten zusammen und ich muss zugeben, das ein oder andere Teil hat es nicht hinein geschafft..

    Liebste Grüße,
    Julia

  8. Liebe Persis, tolle Bilder von tollen Keksen… einfach schön :-). Da hat sich der feuhcte Kuss der Küchen-Muse doch gelohnt! Liebe Grüße, Ju

  9. Ooooh, die sehen ja toll aus! Lecker, lecker!

  10. Wahnsinnig toll, die Kekse! Ich glaube, die Formen muss ich mir auch mal anschauen – als ob ich nicht schon genug “unnützes Zeug” in meiner Küche rumstehen habe, aber was soll man machen ^^.

    Liebe Grüße,
    Mareike

  11. Oh wie wundervoll!!!Ich glaube, diiiiese Formen brauche ich unbedingt!!! Ganz super toll sind deine Kekse!
    Ich wünsche Dir wundervolle Weihnachten- liebste Grüße aus Lüneuburg- Julia

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