Coole Sache: Homemade Cherry Vanilla Cola

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Manchmal vermisse ich die Sommer meiner Kindheit, geht euch das auch so? Das Radfahren in kurzen Kleidchen, die Freibadbesuche mit den besten Freundinnen; all die Bücher, die in trägen Nachmittagen auf der Wiese hinter dem Haus verschlungen wurden. Die Erinnerung an sechs herrlich lange Wochen ohne Zeitgefühl und Verpflichtungen.

Heutzutage sind die Kleider beim Radeln nicht mehr ganz so kurz, weil ich die anderen Verkehrsteilnehmer nicht mit meinen nordisch-hellen Beinen blenden möchte, und wenn ich mich tatsächlich mal zwischen fiesem Ungeziefer auf dem Rasen niederlasse, muss mir nach zehn Minuten irgendwer wieder aufhelfen, weil der Rücken Zicken macht. Wochen fühlen sich mittlerweile wie Tage, manchmal sogar nur wie Stunden an. Es ist deprimierend.

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Aber die Sommer als erwachsener Mensch zu erleben, hat auch seine guten Seiten. Man geht ins Bett, wann man will, futtert sein Essen auch mal auf der Couch, ohne dass jemand motzt, und schlürft nach Sonnenuntergang die Erwachsenenversion eines Getränks, das damals auch in der alkoholfreien Version nur selten in unserem Kühlschrank anzutreffen war: Cherry Vanilla Cola. Yum!
Für mein Getränk habe ich übrigens nicht das dunkle Zeug genommen, sondern Glam Cola, eine Sorte aus Berlin, die ich im Supermarkt erstöberte. Die Berliner Blubberbrause ist nicht nur so klar, dass die Farbe des Sirups prima zur Geltung kommt, sondern ganz klar auch leckerer als ihre amerikanische Verwandtschaft. Doppel-Yum!

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  • Cherry Vanilla Cola mit Rum:
  • Kirschsirup:
  • 1kg Sauerkirschen
  • 1kg Zucker
  • 1 Zimtstange
  • Außerdem:
  • Cola
  • Vanilleextrakt
  • Weißer Rum
  • Eiswürfel & gewaschene, entkernte Kirschen

Die Kirschen waschen, entkernen, in einen Topf geben und leicht mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Die Zimtstange hinzugeben; dann mit Zucker und 1l Wasser auffüllen. Den Topfinhalt zum Kochen bringen; den Herd herunterschalten und den Sirup zehn Minuten leicht köcheln lassen. Den fertigen Sirup durch ein Sieb in saubere, heiß ausgespülte Flaschen gießen. Den Sirup im Kühlschrank aufbewahren. Er ist dort einige Wochen haltbar.

Je einen halben Fingerbreit Kirschsirup und Rum, plus einige Spritzer Vanilleextrakt in ein Glas geben. Eiswürfel und Kirschen hinzufügen; abschließend mit Cola auffüllen und genießen. Prost!

Tipp: die weichgekochten, süßen Kirschen nicht wegwerfen, sondern in eine Schüssel geben und in den Kühlschrank stellen. Sie schmecken prima zu einer Portion Eis. Möchte man einen stärker konzentrierten Kirschsirup, lässt man den Topfinhalt ca. 20 Minuten länger kochen, bis er deutlich dunkler und dickflüssiger ist.

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Kalt und Knackig: Macaron Ice Cream Sandwiches

Macaron Ice Cream Sandwich   +++keksunterwegs.de+++

Letztens, bei siebenundzwanzig Grad im Schatten, kam ich auf die smarte Idee, eine Eismaschine zu kaufen. Schon ewig liebäugelte ich mit einem koolen Küchenfreund, der mir serienmäßig After Eight-Becher für heiße Sommertage zaubert. Dass momentan auf so ziemlich jedem meiner Lieblingsblogs Eiszeit herrscht, gab dem Wunsch nach solch einem Apparillo zusätzlichen Nährboden. Der Gedanke setzte sich in meiner Birne fest und schon einen Tag später begab ich mich in den nächsten Elektronik-Fachmarkt. Ich schlenderte durch das Geschäft und tüftelte im Hinterkopf bereits an verwegenen Geschmackskombinationen herum – Rüblitorten-Grapefruitsorbet klang gar nicht schlecht – als ich bemerkte, dass ich inzwischen im richtigen Gang zum stehen gekommen war.

Doch irgendetwas stimmte nicht. Die Regalfächer, die sonst Eismaschinen mit und ohne Kompressor beherbergten, waren beunruhigend leer. Nur eine einsame Steppenhexe wehte über staubige, verwaiste Regalbretter hinweg. Ich schien mit meinem Wunsch nach einem kühlenden Eisbecher im Juli offenbar nicht allein zu sein. Plötzlich kam ich mir doch nicht mehr so smart vor.
Beim Verlassen des Geschäfts traf ich im Eingangsbereich auf einen verschwitzten Mitarbeiter, bei dem ich mich hoffnungsvoll erkundigte, wann mit Nachschub an Eisbereitern zu rechnen sei. Meine Frage quittierte er mit einem verächtlichen Schnaufen und der Bemerkung, ich wäre genau so lustig wie die Kundin, die letztes Jahr an Heiligabend eine Viertelstunde vor Ladenschluss Lichterketten für ihre Tanne kaufen wollte. Beleidigt setzte ich meine Sonnenbrille auf und machte mich vom Acker, bevor dem guten Mann aufging, dass ich die Weihnachtsfrau mit dem Kettenproblem war.

Macaron Ice Cream Sandwich   +++keksunterwegs.de+++

Traurig schlappte ich durch die aufgeheizten Straßen und nahm in Gedanken Abschied von Rübligrape, dem fruchtigen Kuchensorbet. Doch dann passierte etwas ganz Wunderbares. Der Große Eisgott In The Sky führte mich an einem Discounter vorbei; und dort, direkt neben einem schlechtverklebten Riss im Schaufensterglas, hing das aktuelle Prospekt, auf dem eine Eismaschine abgebildet war. Ohne nachzudenken stürmte ich den Laden, boxte einige ältere Damen von den Drahtkörben mit der Aktionsware weg, schnappte mir einen Eisbereiter, warf dem Kassierer einen zerknitterten Geldschein aufs Band und hopste fröhlich nach Hause. Es gibt Eis, Baby!

Nachdem ich mir eine Nacht Bedenkzeit bei der Wahl des Premieren-Eis einräumte, klang Rübligrape plötzlich doch nicht mehr so verlockend. Schlussendlich entschied ich mich, einen harmlosen Klassiker aus dem beigelegten Rezeptheftchen nachzumachen. Ein wenig weniger langweilig wurde das Eis, weil sich zur Vanilleschote Tonkabohne gesellte und das fertig gerührte Eis zwischen zwei Macaronhälften geklemmt wurde, die ich aus einem Teil des nicht benötigten Eiweiß buk. Das Ergebnis dieses Eisperiments befindet sich jetzt nicht nur in meinem Bauch, sondern auch auf diesen Seiten, für immer für die schwitzende Nachwelt festgehalten.

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  • Tonkabohnen-Eis:
  • ½ Tonkabohne, gerieben
  • ½ Tl Vanilleextrakt
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 300ml Milch
  • 4 Eigelb
  • 100g Zucker
  • 300ml süße Sahne

Milch, Tonkabohne, Vanilleextrakt- und Salz in einen Topf geben und kurz zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd ziehen. Eigelb und Zucker mit dem Handmixer fünf Minuten hell und cremig rühren. Die Milch unter ständigem Rühren im dünnen Strahl zum Ei geben. Die gesamte Masse zurück in den Topf gießen und unter Rühren erhitzen – nicht kochen – bis sie leicht eindickt. Die Eisbasis nun einige Stunden vollständig abkühlen lassen. Sahne steifschlagen und unter die Masse heben. Diese nach Anweisung in der Eismaschine gefrieren lassen.
Das fertige Eis in eine Kastenform geben, möglichst glattstreichen, mit einer Lage Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Tiefkühler stellen.

  • Schokoladen-Macarons:
  • 80g Eiweiß
  • 30g Zucker
  • 1 Tl entölter Kakao
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 170g Puderzucker

Ein Backblech mit einer Silikonmatte oder Backpapier herrichten. Mit einem runden Keksausstecher und Lebensmittelstift Kreise auf die Matte bzw. das Papier zeichnen. Die gemahlenen Mandeln, Kakao und Puderzucker zusammen im Blender mahlen und durch ein feines Küchensieb geben. Eiweiß mit dem Handmixer schaumig rühren; dann den Zucker einrieseln lassen und Eiweiß komplett steifschlagen. Die Mandelmischung vorsichtig mit einem Teigschaber unter das Eiweiß ziehen, bis der Teig dickflüssig vom Schaber fließt. Den Teig in den Spritzbeutel füllen und gleichmäßig große Kreise auf das Backblech spritzen. Das Blech einige Male kurz auf die Tischplatte schlagen, damit eventuelle Luftblasen im Teig an die Oberfläche kommen. Die Macarons nun dreißig bis fünfundvierzig Minuten ruhen lassen, damit sie eine Haut bilden. Zwischendurch den Backofen auf 140° Ober/Unterhitze vorheizen, die Macarons auf unterster Schiene ca. 15 Minuten backen und dann das Backpapier mit den Macarons vom Blech auf eine kalte Tischplatte ziehen. Die Schalen komplett abkühlen lassen, bevor sie vom Papier gelöst werden.

Die fertigen Macaronschalen in einer Plastikdose zwischen Lagen von Butterbrotpapier mindestens zwei Stunden einfrieren. Das Tonkabohnen-Eis und die Macaronschalen aus dem Tiefkühler holen. Je zwei Macaronhälften vorsichtig mit einer Kugel Eis zusammensetzen. Die Macarons in eine mit Butterbrotpapier ausgelegte Plastikdose legen und mindestens eine weitere Stunde tiefkühlen, bevor sie verzehrt werden.

Hinweis: mein Keksausstecher hatte einen Durchmesser von ca. 6,5 cm. Damit bekam ich genug Schalen für 8 große Macarons Eis-Sandwiches und eine Handvoll eisige Mini-Makrönchen zusammen. Hat man im Tiefkühler genug Platz, kann man das fertige Eis auch in eine flache Auflaufform geben und später mit dem Förmchen passgenaue Kreise aus dem Eis ausstechen.

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Gastbeitrag: White Chocolate Chip Cookies von Anett

gastblogger anett

Hallo ihr Keksesser! Ich bin die Anett von dem Blog herznah. Vielleicht kennen mich einige von euch noch von meinem alten Blog English Footprints. Ich bin irgendwo in den Zwanzigern (bei mir wird das Alter ganz klar verdrängt) und verweile seit 2012 inkognito unter den Briten. Auf meinem Blog geht es hauptsächlich ums Essen, gelegentlich habe ich auch mal einen kreativen Anfall und poste DIYs (aber eben nur gelegentlich).

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Als mich Persis (meine Autokorrektur möchte den Namen die ganze Zeit zu persisch ändern) fragte ob ich Lust habe mein allerliebstes Keksrezept mit euch zu teilen war ich ganz aus dem Häuschen. Ich bin großer Fan von Persis’ Blog und fühle mich geehrt hier ein kleines Plätzchen für mich reservieren zu dürfen. Danke liebe Persis. Ich hoffe es gefällt dir und deinen Lesern. :)

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Für mein liebstes Rezept muss ich auch gar nicht lange überlegen. Schon immer war ich riesiger Anhänger von weißer Schokolade und hier in England werden in den Supermärkten teilweise frisch gebackene Kekse mit weißen Schokoladenstücken verkauft. Wenn ich dann mal keine Zeit habe selbst welche zu Backen, sind die für mich eine kleine Belohnung. Einen Grund für die Belohnung
gibt es eigentlich nicht…muss man ja auch nicht haben, oder?! Gelegentlich muss man sich auch mal was gönnen. Oft endet es dann aber trotzdem im Fitnessstudio.

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Aber zurück zu den Keksen. Mir war klar: es müssen White Chocolate Chip Cookies werden! Wenn Kekse, dann diese. Da ich euch aber nicht nur Kekse präsentieren möchte, gehen wir einen Schritt weiter und machen wunderbare Eiskrem-Sandwiches daraus. Natürlich mit selbst gemachten Eis. In diesem Fall habe ich Frozen Yoghurt mit Erdbeergeschmack gemacht, da es super zu weißer Schokolade passt und Erdbeeren ja noch in Saison sind. Außerdem ist es warm und da ist eine kleine Abkühlung ja immer willkommen.

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  • Für etwa 20 Kekse braucht ihr:
  • 150g weiche Butter
  • 150g hellbrauner Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Ei
  • 300g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 200g weiße Schokolade, grob zerkleinert

Schlagt die Butter und den Zucker cremig. Gebt ein Ei und Vanilleextrakt dazu und mixt es ordentlich. In einer separaten Schüssel kombiniert ihr Mehl und Backpulver und gebt die Hälfte davon in eure Schüssel mit der Butter und Co.. Fügt außerdem eure Schokostückchen hinzu und vermischt es bis alle Stückchen im Teig sind. Dann gebt ihr den Rest des Mehls und verrührt es
alles miteinander verbunden ist. Formt eine Kugel aus dem Teig und wickelt ihn in Frischhaltefolie. Legt den Teig für eine Stunde in den Kühlschrank.
Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank und teilt ihn in etwa 20 teile (je nachdem wie groß ihr die Cookies möchtet). Formt diese zu kleinen Bällen und legt sie auf ein Backblech (Backpapier nicht vergessen). Ich lege immer 6 auf ein Blech. Die Anzahl hängt von der Größe eures Backblechs ab. Backt die Wannabe-Cookies bei 190 Grad für 7 Minuten. Nehmt sie aus dem Ofen und drueckt die
Bälle mit einem Esslöffel flach. Ich gebe an dieser Stelle gerne noch zusätzliche Schokolade auf die Cookies. Schiebt das Blech für weitere 5 bis 7 Minuten in den Ofen. Die Cookies sind fertig wenn sie eine leichte Bräune haben.

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  • Für das Eis benötigt ihr:
  • 500g griechischen Joghurt (0% Fett)
  • 500g Erdbeeren
  • 50ml Agavensirup

Wascht und entkelcht die Erdbeeren. Püriert sie dann in einem Mixer. Gießt jetzt den Agavensirup dazu und vermengt es. Fügt nun den Joghurt hinzu und mischt bis die Erdbeeren und der Joghurt vollständig kombiniert sind. Die Masse gebt ihr dann für etwa 30 Minuten in eine Eismaschine. Friert es danach ein oder (wenn die Konsistenz nicht zu flüssig ist) verteilt es gleich zwischen den (abgekühlten) Cookies und macht mit zwei Cookies ein Sandwich daraus. Ansonsten lasst das tiefgefrorene Eis 30 Minuten bei Zimmertemperatur antauen.

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Ich hoffe ihr hattet so viel Spaß beim Lesen, wie ich beim backen und naschen. :) Bis bald! Eure Anett.